Deutsche Mehrkampfmeisterschaften in Hannover: Lena Rittmeier glänzt mit persönlicher Bestleistung auf Rang zwölf
Als Hessenmeisterin im Siebenkampf startete Lena Rittmeier (SV Espenau) am 29. und 30. August im Sportzentrum Hannover bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften in der Klasse W14. In dem von Anni Marcard (VfL Sindelfingen) angeführten 26-köpfigen Teilnehmerfeld machte Lena ihre Sache sehr gut und beendete ihren Mehrkampf in neuer persönlicher Bestleistung von 3.499 Punkten auf einem starken zwölften Rang. Den Grundstein für diesen Erfolg legte sie bei nicht ganz einfachen Bedingungen im 80-Meter-Hürdensprint auf regennasser Bahn und gegen bärenstarke Gegnerinnen in ihrem Lauf. In 12,78 Sekunden blieb sie zwar etwas hinter ihren eigenen Erwartungen zurück, lag aber in der Gesamtwertung mit 544 Punkten bereits in der oberen Hälfte des Tableaus.
Für einen Befreiungsschlag sorgte Lena im anschließenden Hochsprung, der in den vergangenen Wettkämpfen häufig Probleme bereitete. Nach einem ersten Fehlversuch bei der Höhe von 1,37 Metern übersprang sie völlig losgelöst eine Höhe nach der anderen und stieg dabei in ganz neue Sphären auf. So war der Jubel beim mitgereisten Anhang riesig, als Lena im zweiten Versuch sogar die Höhe von 1,52 Metern schaffte – neue persönliche Bestleistung. Mit diesem Ergebnis fuhr sie bereits die zweite Wertung über 500 Punkte ein und lag wieder vor mehr als der Hälfte ihrer Konkurrentinnen. Im Kugelstoßen zeigte Lena solide Versuche und kam dabei mit 9,62 Meter bis auf 41 Zentimeter an ihre Rekordweite aus dieser Saison heran. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages sprintete sie die 100 Meter in 13,53 Sekunden und sammelte damit weitere 515 Punkte. In der Gesamtwertung lag sie nach vier Disziplinen auf einem überraschend starken elften Rang und ging auf Tuchfühlung mit der Top 10.
Am nächsten Morgen startete Lena mit dem Weitsprung in den zweiten Wettkampftag. Hier gelang ihr ein toller Flug über die 5-Meter-Marke hinaus (5,01 Meter), wodurch sie nicht nur satte 550 Punkte bekam, sondern auch einen hervorragenden achten Platz in der Disziplinenwertung belegte. In der vorletzten Disziplin, dem Speerwurf, gab es einen herben Dämpfer für Lena, denn 21,68 Meter nach zuvor zwei ungültigen Versuchen entsprechen keinesfalls ihrem Leistungsvermögen. Und so hieß es vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf: Noch einmal alles reinlegen und vielleicht ja sogar die eigene Bestleistung von den Landesmeisterschaften im Mai überbieten.
Im gemeinsamen Lauf mit den bis dato bestplatzierten Athletinnen der Klasse W14 lieferte die groß gewachsene Espenauerin ein mutiges Rennen und kam in 2:32,39 Minuten (Rang acht im gesamten Teilnehmerfeld) sehr nah an ihre Rekordmarke vom Jahresbeginn heran. In der Endabrechnung durfte sich Lena nicht nur über einen tollen zwölften Platz bei ihrem Debüt auf Bundesebene freuen, sondern knackte mit 3.499 Punkten auch ihre persönliche Bestleistung im Siebenkampf. Es gewann Top-Favoritin Anni Marcard deutlich vor Bella Mann (LG Sempt) und Matilda Maier (SG Dettingen/Donau).
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