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Tim Reitz krönt sich mit der Crosslauf-Mannschaft des DLV zum Vizeweltmeister

Mit Silber und Bronze holte Tim Reitz (SV Espenau) überraschend zwei Medaillen bei den Weltmeisterschaften der Masters in den USA. (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Mit Silber und Bronze holte Tim Reitz (SV Espenau) überraschend zwei Medaillen bei den Weltmeisterschaften der Masters in den USA.

Bei den Hallen- und Crosslaufweltmeisterschaften der Masters in Gainesville (Florida/USA) ist dem Espenauer Leichtathleten Tim Reitz (M40) sein größter internationaler Erfolg seit den Titelkämpfen 2022 im finnischen Tampere geglückt. Gemeinsam mit der Auswahl des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) landete Tim in der Teamwertung des 8000m-Crosslaufes hinter den dominierenden US-Amerikanern sensationell auf dem Silberrang. Das DLV-Trio bestehend aus David Kiefer (Bad Säckingen), Benjamin Frerich (Voreifel) und Tim Reitz (SV Espenau) hatte sich im Vorfeld des Titelrennens bereits Medaillenchancen ausgerechnet und setzte sein Vorhaben mit einer Gesamtzeit von 1:46:59 Stunden eindrucksvoll in die Tat um. 

 

Eine weitere Medaille sicherte sich der Espenauer unter dem Hallendach mit der 4x200m Mixed-Staffel des DLV, die hinter den Teams aus den USA und Frankreich auf den Bronzerang sprintete. Das deutsche Quartett mit Daniela Kliche (Bischofswerda), Mareike Metz (Trier), Tim Reitz und Jens Babig (Flensburg) erreichte in starken 1:45,75 Minuten das Ziel und jubelte gemeinsam über das unerwartete Edelmetall. Knapp an einer zweiten Bronzemedaille vorbei sprintete Tim mit der 4x200m-Männerstaffel des DLV (Altersklasse M35), in die er dank seiner starken Leistungen während der Titelkämpfe berufen wurde. Mit einer Zeit von 1:38,27 Minuten landete die Formation mit Benjamin Frerich, Tobias Schulz (Eschenburg), Tim Reitz und Felix Trogisch (Heidelberg) letztlich auf einem beachtlichen vierten Rang. 

 

Neben dem Crosslauf und den Staffelwettbewerben nahm Tim noch an sechs (!) weiteren Wettbewerben im Rahmen dieser Weltemeisterschaften teil. Dabei stand für den Espenauer insbesondere der Hallenfünfkampf im Fokus, für den er sich im März mit einem äußerst erfolgreichen Testwettkampf in Berlin inklusive Landesrekord (wir berichteten) vorbereite. Gegen die starke Konkurrenz in Gainesville verkaufte sich Tim wieder einmal teuer und markierte mit seinen insgesamt 2845 Punkten und Platz sechs ein weiteres Highlight. 

 

Eine tolle Saisonbestzeit über die 60m Hürden von 9,91 Sekunden sowie das Übertreffen der 9-Meter-Marke im Kugelstoßen brachten den Espenauer in eine solide Ausgangsposition. Untermauert wurde diese durch respektable 4,85 Meter im Weitsprung sowie dem Überqueren von 1,51 Meter im Hochsprung. Vor dem abschließenden 1000m-Lauf auf Rang sieben liegend, gab es von Tim schließlich noch einmal die Flucht nach vorne und somit den Angriff auf das Gesamtklassement. Mit satten 15 Sekunden Vorsprung deklassierte der Espenauer beim Sieg in seiner Paradedisziplin die gesamte internationale Konkurrenz und schob sich in der Punktewertung auf den sechsten Platz vor (zu Rang fünf fehlten gerade einmal 25 Punkte). 

 

Darüber hinaus wagte sich Tim in den fünf Einzeldisziplinen 60m, 200m, Speerwurf, Stabhochsprung und 60m Hürden an den Start. Zwar kam der Espenauer über die 60m und 200m nicht über den Vorlauf hinaus, dafür durfte er sich aber in allen anderen Disziplinen über eine Top-Acht-Platzierung freuen. Mit einer Steigerung der bisherigen Saisonbestleistung im Stabhochsprung auf 2,85 Meter landete Tim auf einem tollen sechsten Rang. Sehr zufrieden war er zudem mit seinem siebten Platz im Speerwurf, denn mit 39,55 Metern warf er das 800 Gramm schwere Gerät so weit wie seit fünf Jahren nicht mehr. 

 

In seiner abschließenden Einzeldisziplin, den 60m Hürden, gelang dem Espenauer mit einer starken Voralufzeit von 10,01 Sekunden überrschend der Einzug ins Finale, auch dank einiger „No-Shows“ der Konkurrenz. Zwar kam Tim im Endlauf nach der zweiten Hürde etwas aus dem Rhythmus und konnte so seine Vorlaufzeit nicht wiederholen – aber am Ende jubelte er dennoch über einen im Vorfeld nicht unbedingt erwarteten achten Platz auf der ganz großen Bühne. „Insgesamt bin ich mit meiner Ausbeute bei meinem sechsten internationalen Einsatz mehr als zufrieden“, zog der Espenauer ein sehr erfreuliches Fazit. Und so beendete Tim sein neuntägiges Mammutprogramm bei den Weltmeisterschaften der Masters in den USA mit einer Silber- und einer Bronzemedaille im Gepäck.

 Das deutsche Crosslauf-Trio mit David Kiefer (v.l.), Tim Reitz und Benjamin Frerich wurde sensationell Vizeweltmeister in der Altersklasse M40. 

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